Selbstliebe

Selbstliebe! Wieder so ein Wort, welches uns zwar häufig begegnet, aber wie soll das gehen? Wir haben gelernt, dass Eigenlob stinkt und dass selbstverliebte Menschen egoistisch sind. In den zehn Geboten heisst es zwar, dass wir unsere Mitmenschen so lieben sollen, wie uns selbst, aber wie gut das funktioniert, bekommen wir tagtäglich mit.

Dabei geht es erst einmal darum, dass wir damit beginnen, uns selbst – unsere Wünsche, Sehnsüchte, Schmerzen und Stimmungen ernstzunehmen. Oft sind wir so sehr mit alltäglichen Dingen und dem Aussen beschäftigt, dass wir die leisen Signale unseres Körpers und unserer Seele einfach überhören. Weil der Kopfschmerz schon über Jahre anhält und nichts Schlimmeres passiert ist, ignorieren wir ihn einfach weiterhin oder unterdrücken ihn, damit wir zur Zufriedenheit aller funktionieren können. Unsere schlechte Stimmung ignorieren wir so lange, bis sie zu einer ausgewachsenen Depression wird. Das Leben muss uns durch Krankheiten und andere äussere „Schicksalsschläge“ oft dazu zwingen, not-wendige Veränderungen zu akzeptieren und einzuleiten.

Hier können wir mit der Selbstliebe beginnen. Wir können uns vornehmen, zwischendurch immer wieder mal in uns zu gehen und auf unsere Gedanken, Gefühle und Körperreaktionen zu achten. Wie oft müssen wir irgendwo warten oder sitzen quasi untätig herum? Es kann auch helfen, uns entweder eine halbe Stunde früher schlafen zu legen oder den Wecker etwas zurückzustellen, um uns Zeit für uns selbst zu nehmen.

Natürlich ist es angenehmer, an unsere Träume und Sehnsüchte zu denken, anstatt uns unseren Schmerzen und verletzten Gefühlen zu widmen. Aber genau diese Unannehmlichkeiten führen uns oft zu den Dingen, die in unserem Leben verkehrt laufen und die wir als erstes ändern können. Es geht nicht darum, uns gleich von heute auf morgen selbständig zu machen oder nächste Woche auszuwandern. Wir können mit kleinsten Verbesserungen unserer Lebenssituation beginnen. Wenn wir beispielsweise herausgefunden haben, dass unser Kopf durch viel Bildschirmarbeit schmerzt, können wir Pausen einbauen. Wenn wir uns energetisch immer wieder schwach fühlen, sobald wir mit einem gewissen Menschen zusammen waren, können wir uns überlegen, ob wir dieser Person in Zukunft anders begegnen sollten.

Wenn wir uns ernst nehmen, ist das ein wichtiger Schritt zur Selbstliebe, denn wenn wir uns selbst lieben, werden wir nicht mehr bereit sein, uns mutwillig zu verletzen oder verletzen zu lassen. Wir beginnen, uns im Alltag Zeit für uns zu nehmen, uns mehr unseren Hobbys zu widmen und uns von Menschen und Dingen, die uns schaden, mehr und mehr fernzuhalten. Dies hat nichts mit Egoismus oder Eigenlob zu tun. Wir erkennen unseren Wert an, ohne andere davon überzeugen zu müssen, wie „gut“ wir sind. Wir brauchen das Aussen nicht mehr, um unsere innere Leere zu füllen, weil diese durch unsere eigenen Empfindungen, Träume, Gedanken und Gefühle schon sehr gut gefüllt ist. Wir sollten keine Angst davor haben, uns diesen inneren Reichtum einmal anzuschauen. Ich wünsche Euch viel Freude dabei und viele Erkenntnisse.

Um Euch täglich an Euren Vorsatz zu erinnern, könnte einer meiner Runenanhänger helfen. Mehr Infos findet Ihr hier:

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