Der Wunsch, dazuzugehören, damit wir beschützt, geliebt und respektiert werden ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Vor allem als Kind sind wir darauf angewiesen, dass unsere Eltern uns versorgen, ernähren und lieben. Dafür sind wir bereit, einiges zu tun. Wir achten darauf, was unsere Eltern von uns erwarten und passen uns an, auch wenn das bedeutet, unsere eigenen Wünsche und Ziele zurückzustellen.
Dieses Verhalten legen wir auch als Erwachsene an den Tag. Wir ordnen uns entweder unserem Partner oder einer für uns wichtigen Personengruppe unter oder wir rebellieren bewusst gegen bestimmte Menschen in unserem Umfeld. Solange wir uns an den anderen orientieren – ob wir nun rebellieren oder zustimmen macht dabei keinen Unterschied, sind wir keinesfalls frei. Obwohl unsere Welt heutzutage sehr viel grösser geworden ist, glauben wir dennoch, uns unserem unmittelbaren Umfeld anpassen zu müssen, um dazuzugehören.
Wenn wir wirklich frei sein wollen, um unser ureigenes Leben zu führen und unsere Träume zu verwirklichen, sollten wir diese erst einmal kennen. Wir können damit anfangen, uns zu fragen, was genau uns an unserem Umfeld gefällt oder was wir nicht leiden können. Dabei geht es nicht darum, die Namen der Menschen aufzuzählen, sondern die Eigenschaften und Begebenheiten, die wir lieben oder die uns nerven. Dadurch finden wir heraus, ob wir uns überhaupt in einem für uns förderlichen Umfeld befinden.
Was brauchen wir, um uns entfalten zu können? Welche Art Menschen sollten wir in unserem direkten Umfeld haben? Sind die Menschen, die um uns herum sind, mit unserem Vorhaben einverstanden oder müssen wir um jeden freien Augenblick kämpfen?
Heutzutage hat jeder Mensch die Möglichkeit, seinen eigenen Platz zu finden. Manche finden ihn ganz in der Nähe ihres Geburtsortes, während andere sich davon entfernen müssen, um wachsen und gedeihen zu können. Wir sollten nicht an einem Umfeld festhalten, welches uns von unseren Träumen abhält. Es ist nicht notwendig, mit aller Gewalt zu Menschen dazugehören zu müssen, die gar nicht unserem Naturell entsprechen. Wieso sollten wir es jemandem recht machen wollen, dem wir es nie recht machen können, weil diese Person mit sich selbst nicht in Frieden ist? Warum sollten wir jemanden unterstützen, der uns selbst nicht unterstützt?
Vielleicht können diese Gedankenanstösse dabei helfen, offener zu werden und uns nicht zu sehr auf ein Dorf, eine Stadt oder ein Land zu konzentrieren. Wir wurden in diese Welt hineingeboren und haben deshalb schon alleine einen Platz verdient. Jetzt liegt es an uns, wo dieser Platz sein soll und ob wir uns dafür verbiegen wollen oder uns lieber einen Ort suchen möchten, der genau unserer Energie entspricht.