Der Weg des Herzens

Immer wieder wird uns gesagt, dass wir doch unserem Herzen folgen sollen. Aber was ist eigentlich dieser Herzensweg, wann gehen wir ihn und wann nicht?

Als Kinder sind wir auf unsere Eltern angewiesen, und deshalb versuchen wir, ihren Wünschen und Vorstellungen mehr oder weniger zu entsprechen. Wir gehen zur Schule und machen danach vielleicht eine Ausbildung. Die wenigsten von uns wissen zu dieser Zeit konkret, wofür sie hier sind und was sie wirklich vom Leben wollen. Es ist aber vernünftig und richtig, dass wir diesen oder jenen Weg gewählt haben. Das wird uns unser Umfeld mit vielen Argumenten bestätigen, bis wir es selbst glauben. Jeden Tag sagen wir uns aufs Neue, dass wir dieses Haus, diesen Partner, diese Arbeitsstelle und dieses Leben ja immer gewollt haben. Natürlich müssen wir Kompromisse eingehen und Opfer bringen. Dafür dürfen wir uns auch ab und zu mit einer kleinen Reise oder etwas Süssem belohnen. Seltsamerweise fällt es uns aber jeden Tag schwerer und schwerer, aus dem Bett zu kommen und all diesen grösseren und kleineren Verpflichtungen nachzukommen. Wir haben das Gefühl, nur noch zu funktionieren, und auch die kleineren oder grösseren Belohnungen machen uns nie lange glücklich.

Jetzt ist oft der Zeitpunkt gekommen, indem sich eine Lebenskrise ankündigt. Das kann eine Kündigung oder eine Krankheit sein. Vielleicht hat uns auch unser Partner verlassen oder wir mussten das Traumhaus aufgeben. Wir sind am Ende des Ego- oder Kopfweges angekommen. Was unser Herz wollte, haben wir bisher erfolgreich ignoriert, denn damit lässt sich weder Geld verdienen noch sonst irgendetwas Nützliches erreichen – oder vielleicht doch?

Das Schwierige am Herzensweg ist, dass wir weder schlüssige Argumente haben, warum wir ihn gehen wollen (oder müssen). Wir wissen einfach, dass dieser Weg für uns stimmt – wir fühlen es! Aber das können wir weder unserem Partner noch unserem Chef erklären und uns selbst ebensowenig. Deshalb brauchen wir für den Herzensweg so viel Mut und Selbstvertrauen. Unser Umfeld wird uns dafür oft wenig Verständnis entgegenbringen, und auch wir wissen nicht, ob wir am Ende erfolgreich sein werden oder nicht. Es ist ein Sprung ins Ungewisse, aber genau das macht es so interessant für uns.

Wir sind auf dem Herzensweg, sobald wir das Gefühl haben, wirklich zu leben und uns nicht nur von einer Belohnung zur nächsten zu hangeln. Wir funktionieren nicht nur, sondern treffen stets neue Entscheidungen, von denen wir einen Tag zuvor noch nichts wussten. Wir sind herausgefordert, immer wieder neu zu überprüfen, ob wir noch auf unserem Herzensweg sind. Umso länger wir diesen beschreiten, desto sicherer werden wir, sodass sich schliesslich auch der Erfolg einstellen wird.

Genau wie der Ego-Weg ist auch der Herzensweg geprägt von Wendungen, Sackgassen und Umwegen. Es ist keine Zielgerade aufs Siegertreppchen. Es ist ein Weg, auf dem wir viele Erfahrungen machen, von denen nicht alle angenehm sein werden, aber es ist UNSER eigener Weg. Der Ego-Weg ist oft von Vorstellungen der Familie, von Freunden oder der Gesellschaft geprägt. Es sind vorgezeichnete Gleise, denen wir folgen können, aber es wird nie unser individueller Weg sein. Mehr Applaus von unserem Umfeld bekommen wir natürlich, wenn wir den vorgezeichneten Weg gehen, aber mehr Erfahrungen sammeln wir, wenn wir uns auf den Herzensweg wagen, obwohl wir keine Ahnung haben, was uns erwarten wird.

Lasst Euch weder von Euren Zweifeln noch von Eurem Umfeld stoppen. Geht den logischen weg, solange Ihr müsst, um genug Geld oder Wissen für den Herzensweg zu haben. Die gerade herrschende Zeit zeigt uns, dass wir nur uns selbst vertrauen können und dass sich im Aussen alles jederzeit ändern kann. Wann, wenn nicht jetzt, ist die richtige Zeit, um sich ins Ungewisse zu wagen?

Vielleicht kann Euch eines meiner vielen Horoskope dabei helfen. Nähere Infos gibt es hier:

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