Gesunder Egoismus

Das Wort „Egoismus“ löst bei vielen Menschen leider immer noch negative Gefühle aus, weil es mit Selbstsucht und „über Leichen gehen“ in Verbindung gebracht wird. Niemand möchte als egoistisch bezeichnet werden, obwohl es einen grossen Unterschied zum negativen und positiven Egoismus gibt. Ohne positiven Egoismus fällt es uns schwer, auf der Erde zu existieren.

Das Ego wurde lange Zeit klein gemacht oder zum Schweigen gebracht oder gar ausgelöscht. Herausgekommen sind dabei Menschen, die nur schwer „nein“ sagen können, glauben, sich für jeden aufopfern zu müssen oder sich ausnutzen lassen. Diese „lieben“ Menschen, die es allen – ausser sich selbst – recht machen wollen, leben den Egoismus jedoch im Schatten aus, ohne dies zu bemerken. Hier ein paar Beispiele:

– jemand, der ständig Letzter sein möchte, ist genau so egoistisch wie ein anderer, der immer zuerst drankommen muss. Ob wir nun den ersten oder letzten Platz für uns selbst beanspruchen, ist das selbe.

– Jemand, der anderen immer zusagt, dies aber eigentlich unfreiwillig und mit Groll tut, ist keinesfalls selbstlos. Denn diese Person erwartet Dankbarkeit, Anerkennung oder etwas anderes, zeigt dies aber nicht offen, sondern ist nur ständig enttäuscht, dass niemand merkt, was er/sie alles Gutes für andere tut.

– Jemand, der anderen alles recht machen möchte, tut dies eigentlich aus Eigennutz, denn er/sie möchte damit Frieden und Harmonie „erkaufen“.

Selbstlosigkeit bedeutet, dass wir etwas aus Freude tun und es uns vollkommen egal ist, ob jemand uns dafür dankt, uns lobt oder sonst etwas zurückgibt. Wenn wir uns also bei allem, was wir für andere tun erstmal fragen: Was passiert, wenn der Andere meine Tat völlig ignorieren und als selbstverständlich auffassen würde? Dann merken wir ganz schnell, ob wir selbstlos handeln oder eigentlich etwas dafür haben möchten. Es ist besser, ehrlich zu sein und dem anderen zu sagen, dass wir eine Gegenleistung fordern. Dies können wir mit der klaren Frage: „Was bekomme ich dafür“ oder „Würdest Du mir dafür….?“ erreichen. Wir sollten uns aber auch fragen, was passiert, wenn der andere unsere Hilfe ablehnt. Falls uns dies etwas ausmacht, sind wir quasi darauf „angewiesen“, dass wir helfen dürfen, um dafür gelobt zu werden oder Anerkennung zu erhalten.

Um diese Fragen ehrlich zu beantworten, brauchen wir ein gesundes Ego. Dieses entsteht durch gesunde Selbstliebe, Selbstachtung und der Bereitschaft, für unsere Wünsche und Bedürfnisse einzustehen.

Wenn wir versuchen, es allen anderen recht zu machen, könnten wir in Zukunft versuchen, es UNS und den anderen recht zu machen. Unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse sind genau so viel wert wie die der anderen. Wenn wir erstmal in unsere Mitte gehen und uns fragen: Wie würde ich in dieser Situation entscheiden, wenn ich bestimmen könnte, dann erfahren wir schnell, was uns wirklich wichtig ist. Wir können uns jeden Morgen die Frage stellen: „wie würde ich diesen Tag verbringen, wenn ich machen könnte, was ich wollte?“ Das zeigt uns, wie weit wir von unseren Wünschen entfernt sind und wie viele Kompromisse wir eingehen. Nun könnten wir einen Schritt weitergehen und uns Gedanken darüber machen, was wir ändern könnten, damit wir unseren Tag mehr und mehr unserer Vorstellung anpassen könnten. Dies wird uns auf eine Menge neuer Ideen bringen.

Um uns zu helfen, immer mehr gesunden Egoismus zu entwickeln und unsere Träume zu leben, könnte dieser Satz ein guter Leitfaden sein:

Es geht nicht darum, „gut“ oder „böse“ zu sein, sondern darum authentisch zu leben.

Dabei kann vielleicht eines meiner Horoskope helfen. Nähere Informationen findet Ihr unter:

Falls Ihr Fragen oder Anregungen habt, setzt Euch einfach mit mir in Verbindung. Meine Daten und das Rückrufformular findet Ihr auf meiner Homepage unter:

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