Unsere Gefühle steuern, Fortsetzung

Im letzten Beitrag habt Ihr erfahren, dass Ihr Eure Gefühle über Euren Körper steuern könnt. Diesmal werde ich Euch ein Werkzeug an die
Hand geben, um auch mit schwierigen und hartnäckigen Emotionen umzugehen.

Instinktiv glauben wir, mit heftigen Gefühlen – vor allem, wenn wir diese als negativ empfinden – nicht fertig werden zu können. Deshalb ist unser erster
Impuls, diese Emotionen so schnell wie möglich zu verdrängen. Wir stossen sie in eine innere Schublade oder drücken einen Deckel darauf. Wir alle haben
ein mehr oder weniger gut funktionierendes Gefühl-Regulierungssystem eingebaut. Dadurch ist es absolut nicht notwendig, seine heftigen Gefühle immer „herauszulassen“.
Wenn wir diese fühlen und keine Angst davor haben, regulieren sie sich von ganz alleine. Sobald wir aber Angst vor einer Emotion haben, entsteht der oben
erwähnte Dampfkochtopf, und ausserdem ziehen wir durch unsere Angst immer mehr Lebenssituationen an, die uns immer wieder dazu zu zwingen scheinen, unsere
Gefühle verdrängen und unterdrücken zu müssen.

Wir bekommen im Leben nie mehr aufgebürdet, als unsere Seele verkraften kann. Deshalb kann unsere Seele auch problemlos mit diesen Gefühlen umgehen, wenn
wir sie nur lassen. Aber wie stellen wir das an?

Die Angst vor unseren zu heftigen Gefühlen hält uns davon ab, uns diesen zu stellen. Aber das ist genau das, was wir tun sollten: Wir sollten uns in Ruhe
hinsetzen und die von uns so gefürchteten Gefühle fliessen lassen. Wir brauchen diese weder zu verstärken noch aufzuhalten – wir können sie einfach aufsteigen
und uns davon „überfluten“ lassen. KeineSorge, wir werden dabei nicht ertrinken – Im Gegenteil. Natürlich neigen wir ab und zu dazu, uns in die negativen
Gefühle hineinzusteigern und uns von ihnen erfassen und wegschwemmen zu lassen. Aber wenn wir die Emotionen bearbeiten wollen, sollten wir sie aufsteigen,
über uns hinwegschwämmen und wieder abebben lassen. Dadurch werden sie uns nicht gefährlich, und der Schmerz, den wir befürchten,dauert vielleicht eine
halbe oder eine Minute anstatt Wochen, Monate oder gar Jahre.

Falls es schmerzliche Lebenserfahrungen gibt, die wir aus irgendeinem Grund nicht loslassen möchten, sollten wir uns fragen, warum wir denselben Schmerz
wieder und wieder durchleiden wollen. Vielleicht bekommen wir dadurch Aufmerksamkeit, oder wir brauchen uns der Zukunft nicht zu stellen oder wir können
weiter die Verantwortung für unser Leben abgeben. Viele, die einen sehr lieben Menschen verloren haben, glauben, dass sie nicht weiterleben dürfen, weil
sie dem anderen dadurch nicht genügend Respekt oder Loyalität entgegenbringen würden. Aber wenn wir uns selbst fragen, ob es uns recht wäre, dass ein Mensch
wegen uns ständig trauern und sein Leben dadurch erschweren sollte, was wäre die Antwort? Ich glaube niemand von uns möchte, dass ein anderer wegen uns
leidet, oder?

Es ist immer besser, sich seinen Gefühlen zu stellen und diese ernstzunehmen. Es geht – wie gesagt – nicht darum, jedes Gefühl sofort auszuleben, sondern
es für uns einzuordnen.

Vielleicht kann Euch dabei eine meiner Meditationen helfen. Nähere Informationen findet Ihr unter:

Falls Ihr Fragen oder Anregungen habt, setzt Euch einfach mit mir in Verbindung. Meine Daten und das Rückrufformular findet Ihr auf meiner Homepage unter:

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